Umgerechnet bedeutet das: Meta verbrennt seit September 2021 pro Tag 1,5 Milliarde Dollar an Marktwert. 

Derartige Zahlen dürften nicht nur mit einem allgemein unsicheren Markt zusammenhängen, sondern mit einer enormen Skepsis von Investoren, dass sich das Metaverse in naher Zukunft als lukratives Geschäft erweisen könnte. 

Und die Folgen sind bei Meta jetzt schon spürbar: Ende September hat das Unternehmen einen Einstellungsstopp verhängt. Zudem hat Mark Zuckerberg seine Belegschaft auf eine mögliche Kündigungswelle vorbereitet. 

Seiner Zeit einfach voraus? Meta hält am Metaverse fest

Der Konzern hält weiterhin an seiner Vision fest. "Es ist leicht, neuer und innovativer Technologie zynisch zu begegnen", zitiert die "New York Times" den Meta-Sprecher Andy Stone. "Sie tatsächlich aufzubauen ist deutlich schwieriger, aber genau das tun wir, denn wir glauben daran, dass das Metaverse die Zukunft der Computerwelt ist." 

Laut dem Metaverse-Experten Matthew Ball, der bereits Zuckerberg selbst beraten hat, könnte das größte Problem von Meta schlicht Timing sein. "Das Risiko besteht, dass Mark mit all seinen Aussagen über das Metaverse recht hat, aber dass das Timing weiter verfehlt ist als er es sich vorgestellt hat." 

Darauf deuten auch die bisherigen Einblicke ins Metaverse hin: Die Optik seiner virtuellen Welten sorgten bisher weniger für Staunen als für Spott. Bleibt abzuwarten, ob das Metaverse seiner Zeit wirklich einfach nur voraus ist - oder es eine komplette Fehlkalkulation ist.

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Autor: Jennifer Caprarella

Jennifer Caprarella begann ihre Karriere in einer Entertainment-Nachrichtenagentur, wo sie direkt nach dem Praktikum die Leitung eines der TV-Ressorts übernahm, und entdeckte als freiberufliche Redakteurin schließlich ihre Affinität für Digital-, Social-Media- und Tech-Themen. Wenn sie nicht von ihrer Heimatstadt München aus in die Tasten haut, treibt sie sich in Londons Theaterhäusern rum oder geht mit Hündin Luna auf Fährtensuche.


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