Warum will Mastercard Änderungen?

Der Kreditkartenanbieter hatte den Schritt im Herbst unter anderem damit begründet, dass Karten mit der Maestro-Funktion mit vielen Online-Portalen nicht kompatibel seien: "Eine Karte, die nicht durchgängig für Zahlungen im Online-Handel eingesetzt werden kann, ist (...) nicht mehr zeitgemäß." Daher fordert Mastercard Banken und Sparkassen auf, die Karten bei Ablauf oder Verlust schrittweise durch die neue Debit-Mastercard zu ersetzen. Verbraucher erwarteten, "dass Bezahlverfahren durchgehend funktionieren: beim Online-Shopping, mit dem Smartphone in einer Wallet, im In- und Ausland", bekräftigte Mastercard-Deutschland-Chef Peter Robejsek jüngst. Das ermögliche das Zahlverfahren Debit-Mastercard.

Wie reagieren die Geldhäuser?

"Hinsichtlich der Girocard ergeben sich für unsere Kundinnen und Kunden kurzfristig keine Änderungen", teilte ein Sprecher der Deutschen Bank mit. "Die aktuell ausgegebenen Karten sind unverändert gültig und können wie gewohnt eingesetzt werden." Auch nach dem 30. Juni 2023 will Deutschlands größtes Geldhaus bis auf Weiteres neue Maestro-Girocards mit den bekannten Funktionen herausgeben. Üblicherweise haben solche Karten eine Gültigkeitsdauer von vier Jahren.

Die Commerzbank teilte mit: "Neukunden und Kunden, die eine Ersatzkarte wünschen, erhalten derzeit weiter die Girocard mit dem Maestro-Logo." Die Maestro-Funktion bleibe bis zum Ablauf der Karte bestehen. Beim Austausch abgelaufener Karten seien erneut Girocards mit Maestro-Logo ausgegeben worden. "Somit ist eine Laufzeit bis mindestens Dezember 2026 sichergestellt", erklärte eine Commerzbank-Sprecherin.
Für die Sparkassen versicherte DSGV-Vorstand Joachim Schmalzl bereits im März: Selbstverständlich werde die Sparkassen-Card auch künftig im Ausland einsatzfähig sein. "Neue Co-Badge-Vereinbarungen mit Mastercard und Visa ersetzen den Wegfall von Maestro. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher erfolgt diese Leistungsverbesserung völlig unbemerkt."

Wie geht es mit der Girocard generell weiter?

Im Dezember kündigten Deutschlands Banken und Sparkassen eine Aufwertung der Girocard an. Mit neuen Funktionen im Online-Handel und in der digitalen Welt solle die Karte noch besser nutzbar werden. "Dabei geht es zum Beispiel um die Möglichkeit, eine Kaution zu hinterlegen, etwa bei der Reservierung eines Hotelzimmers oder eines Mietwagens", sagte seinerzeit die Stellvertreterin des Hauptgeschäftsführers des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Henriette Peucker, der Deutschen Presse-Agentur. "Und auch darum, die Girocard konsequent auf das Smartphone zu bringen und so auch für In-App-Zahlungen zu öffnen." (dpa)

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