Naja, denn der Film ist wie auch schon "The Pube Song" im Comic-Stil gehalten, die tanzenden und singenden Härchen stilisiert und ohne Bezug zum Körper dargestellt. Einerseits behauptet man bei Procter & Gamble, man wolle sich gegen Tabus einsetzen, andererseits wird das eigentliche Thema doch wieder verniedlicht. Bodypositivity ja, aber nur bis zu einem gewissen Grad. Denn so schön und fröhlich der Film auch ist, die unangenehmen Seiten der Intim- und Haarpflege thematisiert er nicht, wie etwa Rasurbrand, eingewachsene Haare, Stoppeln und natürlich Verletzungen durch unscharfe Klingen.

Wie das besser geht, zeigte Canesten in einer ebenfalls vergangene Woche veröffentlichten Kampagne, die Fotos von Vulven zeigt, um vor allem jungen Menschen mit Vagina Unsicherheiten zu nehmen. Ohne Filter, ohne Zeichnungen und Animationen, mit und ohne Haare.

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Autor: Marina Rößer

Marina Rößer hat in München Politische Wissenschaften studiert, bevor sie ihre berufliche Laufbahn in einem Start-up begann und 2019 zu W&V stieß. Derzeit schreibt sie freiberuflich von überall aus der Welt, am liebsten in Asien, und interessiert sich besonders für Themen wie Nachhaltigkeit und Diversity.