Sowohl der Aufsichtsrat als auch Rorsted sprachen am Montag von einem "Neuanfang", der nun möglich werde. "Die Nachfolge-Suche hat begonnen", hieß es in der Adidas-Mitteilung.

Wie weit sie bereits gediehen ist, wollte niemand eingrenzen. Rorsted werde bis zur Bestellung eines Nachfolgers das Amt des Vorstandsvorsitzenden weiterführen und gemeinsam mit dem Aufsichtsrat und dem Vorstand für einen reibungslosen Übergang sorgen.

"Unter Kasper Rorsteds Führung hat Adidas seine digitalen Fähigkeiten erheblich ausgebaut und die Online-Umsätze des Konzerns mehr als verfünffacht", sagte Aufsichtsratschef Thomas Rabe. Adidas habe zudem seine Führungsposition in Sachen Nachhaltigkeit untermauert. Das Unternehmen lässt seine Sportschuhe mit dem markanten Drei-Streifen-Logo unter anderem aus Plastikmüll fertigen.

Rorsted war in seinen bisher knapp sechs Jahren bei Adidas unter anderem für den Verkauf der Marke Reebok verantwortlich, die für Adidas lange Zeit als Sorgenkind galt. Die Portfolio-Bereinigung und damit die Konzentration auf die Kernmarke wird trotz des Verkaufs unter Einkaufspreis letztlich als Erfolg gewertet.

"Nach drei herausfordernden Geschäftsjahren, die weltweit von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie und geopolitischen Spannungen geprägt waren, ist nun der richtige Zeitpunkt, einen Wechsel auf der Position des Vorstandsvorsitzenden einzuleiten, um dem Unternehmen einen Neustart zu ermöglichen", betonte Rabe. Außerdem unterstrich Rabe: "Im größten Sportartikelmarkt der Welt, Nordamerika, hat Adidas seine Umsätze verdoppelt. Adidas hat zudem seine Führungsposition in Sachen Nachhaltigkeit untermauert und Vielfalt und Teilhabe im Unternehmen erhöht. So stieg zum Beispiel der Anteil von Frauen in Führungspositionen deutlich."

Rorsted sprach von "externen Faktoren", die das Geschäft in den vergangenen Jahren beeinträchtigt hätten. Diese zu bewältigen, habe viel Kraft gekostet. Adidas sei auf einem guten Weg. 85 Prozent der Märkte wüchsen um zweistellige Prozentsätze.

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