So störend die einschlägigen Features vielleicht auf den ersten Blick erscheinen, so hilfreich sind sie, wenn es um die Aufmerksamkeit der User geht. Es empfiehlt sich, bestimmte Schlagwörter oder auch ganze Sätze im Video zu integrieren und beispielsweise Poll & Question-Sticker zu verwenden, um so User zur Interaktion zu animieren. Musik sorgt dafür, dass das Video im Fluss bleibt. Dank rechtlicher Vereinbarungen, die mit großen Musikunternehmen getroffen wurden, ist es bei Tiktok gestattet, urheberrechtlich geschützte Musikausschnitte für eigens produzierte Short Videos zu verwenden.

Das erste hochgeladene Short Video ist nicht direkt ein Volltreffer? Davon sollte man sich nicht entmutigen lassen. Stattdessen gilt es, aus jedem Video Learnings für das nächste zu ziehen. Im Creative Tool von Tiktok finden sich Inspiration und Tipps. Außerdem eine riesige Bandbreite an intuitiv bedienbaren Filter- und Editier-Funktionen. Erfolgreiche Creator haben bereits gezeigt, dass es für ein optimales Video kein großes Equipment braucht und die Produktion sowie die Postproduktionen mit dem Smartphone prima funktionieren. Um via Tiktok & Co. mit den Usern in Kontakt zu treten, das Engagement mit der Marke zu steigern und sich authentisch und frisch zu präsentieren, müssen Unternehmen „Short Video first“ denken. Dabei reicht es nicht aus, bestehende Bewegbild-Inhalte einzukürzen. Nur mit einer auf die Nutzungsgewohnheiten der jungen Zielgruppen und auf die jeweilige Plattform zugeschnittenen Strategie klappt das Spiel mit den Kurzvideos.

Jan-Niklas Schmidt ist Executive Creative Director bei Buddybrand. 


Autor: W&V Gastautor

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